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TFT Brandschutz

Weichschott, Mörtelschott oder Schaum: Welche Abschottung passt?

Drei gängige Bauarten, drei unterschiedliche Stärken. Woran sich die Wahl entscheidet – und warum das Mischen von Produkten keine gute Idee ist.

5 Minuten Lesezeit

Für fast jede Durchführung gibt es mehrere zugelassene Lösungen. Welche die richtige ist, hängt weniger vom Preis des Materials ab als von der Frage, was mit der Öffnung in den nächsten Jahren passiert.

Weichschott

Ein Weichschott besteht aus Mineralfaserplatten, die mit einer Brandschutzbeschichtung versehen und passgenau in die Öffnung gesetzt werden. Fugen, Kabelzwickel und Ränder werden mit Spachtel oder Dichtmasse geschlossen. Das System ist leicht, deckt große Öffnungen ab und lässt sich für Nachbelegungen einfach öffnen. Es ist die häufigste Bauart für Kabeltrassen und Kombiabschottungen. Mechanisch belastbar ist es nicht – in Decken braucht es gegebenenfalls einen Trittschutz.

Mörtelschott

Brandschutzmörtel füllt die Öffnung massiv aus. Das Schott ist formstabil, unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Beschädigung und passt gut zu Betondecken und Mauerwerk. Nachträgliche Kabel sind aufwendiger: Entweder wird gebohrt und wieder verschlossen, oder es werden von Anfang an Kabelröhren als Reserve eingebaut.

Schaumschott

Brandschutzschaum wird aus der Kartusche eingebracht, füllt auch unregelmäßige Öffnungen und härtet zu einem elastischen Block aus. Er eignet sich für kleine bis mittlere Öffnungen und für Stellen, an die man mit Platten oder Kelle kaum herankommt. Nachbelegen ist einfach: durchstoßen, Kabel einziehen, nachschäumen.

Brandschutzsteine und Stopfen

Elastische Formteile werden trocken in die Öffnung gesetzt – ohne Staub, ohne Trocknungszeit. Das ist ideal im laufenden Betrieb, etwa in Rechenzentren, und überall dort, wo ständig umverlegt wird.

Abschottungen im Vergleich
BauartStärkeZu beachten
Weichschottgroße Öffnungen, gut nachbelegbarnicht begehbar, feuchteempfindlich
Mörtelschottrobust, formstabilNachbelegung vorher einplanen
Schaumschottschnell, auch bei schwierigem ZugangÖffnungsgröße begrenzt
Brandschutzsteinestaubfrei, sofort fertigMaterialkosten höher

Drei Fragen vor der Entscheidung

  1. Was führt hindurch? Kabel, brennbare Rohre, nichtbrennbare Rohre, Lüftung – nicht jedes System ist für alles zugelassen.
  2. Worin sitzt die Öffnung? Massivwand, leichte Trennwand, Decke: Der Nachweis gilt nur für die geprüften Bauteile und Mindestdicken.
  3. Wie oft wird nachbelegt? Je häufiger, desto eher lohnt sich ein System, das sich schnell öffnen und schließen lässt.

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