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TFT Brandschutz

Abschottungen von Kabel- und Rohrdurchführungen

Wände und Decken mit Feuerwiderstand teilen ein Gebäude in Brandabschnitte. Jede Leitung, die hindurchführt, öffnet diese Trennung wieder – und wird ohne Abschottung zum Weg für Feuer und Rauch. Wir verschließen solche Durchführungen so, dass die Wand oder Decke ihre Feuerwiderstandsklasse behält.

Wir erstellen zugelassene Abschottungssysteme für Elektrokabel, Rohrleitungen und Mischinstallationen von verschiedenen Herstellern. Unsere Arbeiten schützen zuverlässig vor Feuer- und Rauchübertragung zwischen Brandabschnitten – dauerhaft, geprüft und dokumentiert.

Welche Abschottung für welche Durchführung?

Welches System passt, hängt vom Bauteil, der Öffnungsgröße, den durchgeführten Leitungen und der geforderten Feuerwiderstandsdauer ab. Maßgeblich ist immer der Anwendungsbereich aus der Zulassung des Systems – nicht jedes Schott darf jede Leitung aufnehmen.

Abschottungsarten im Überblick
BauartTypischer EinsatzNachbelegung
Weichschott (beschichtete Mineralfaserplatten)Kabeltrassen und Mischbelegung in Wand und Decke, auch große Öffnungengut möglich
MörtelschottMassive Bauteile, hohe mechanische Beanspruchung, Stromschienenaufwendiger, mit Kabelröhren planbar
SchaumschottKleine bis mittlere Öffnungen, schwer zugängliche Stellensehr einfach
Brandschutzsteine und -stopfenÖffnungen mit häufigen Änderungen, staubfreie Montage im Betriebsehr einfach
KombiabschottungKabel, brennbare und nichtbrennbare Rohre in einer Öffnungje nach System
Rohrmanschette, BrandschutzbandBrennbare Rohre (z. B. Abwasser) einzeln durch Wand oder Decke–

Kabelabschottungen

Kabelisolierungen sind brennbar und leiten einen Brand entlang der Trasse weiter. Kabelabschottungen werden nach DIN 4102-9 in die Klassen S 30 bis S 90 eingestuft, europäisch nach DIN EN 1366-3 geprüft und als EI 30 bis EI 120 klassifiziert. Wichtig für die Ausführung sind unter anderem die zulässige Belegung der Öffnung, die Abstände zu benachbarten Öffnungen und die erste Unterstützung der Trasse vor dem Schott.

Rohrabschottungen

Bei Rohren entscheidet der Werkstoff: Brennbare Rohre schmelzen im Brandfall weg – eine Rohrmanschette oder ein Brandschutzband mit aufschäumendem Material drückt die Öffnung dann zu. Nichtbrennbare Rohre bleiben stehen, leiten aber Wärme auf die andere Seite; hier verhindert eine Streckenisolierung aus Mineralwolle, dass sich dort etwas entzündet. Rohrabschottungen tragen nach DIN 4102-11 die Bezeichnung R 30 bis R 90.

Kombiabschottungen

In Technikschächten und Zentralen liegen Kabel, Lüftung, Heizung und Sanitär oft in einer gemeinsamen Öffnung. Kombiabschottungen sind genau dafür geprüft. Wir stimmen System und Belegung vorab mit den beteiligten Gewerken ab, damit die Öffnung am Ende nicht nur dicht, sondern auch zulassungskonform ist.

Was wir dafür einsetzen

Weichschott
Mineralfaserplatten mit Brandschutzbeschichtung, Fugen und Zwickel mit Spachtel oder Dichtmasse verschlossen.
Mörtelschott
Brandschutzmörtel für massive Wände und Decken, formstabil und mechanisch belastbar.
Schaumschott
Zweikomponenten-Brandschutzschaum, der im Brandfall aufschäumt und die Öffnung verschließt.
Brandschutzsteine
Elastische Formteile, die sich ohne Staub und Schmutz setzen und jederzeit nachbelegen lassen.
Kabelröhren und Kabelboxen
Vorbereitete Durchführungen für spätere Nachbelegung ohne Öffnen des Schotts.
Rohrmanschetten und -bänder
Aufschäumende Abschottung brennbarer Rohre in Wand und Decke.

Aus unseren Projekten

Zur Galerie
  • Kombiabschottung für Kabel und Rohre – ausgeführt von TFT Brandschutz (Bild 1)
  • Kombiabschottung für Kabel und Rohre – ausgeführt von TFT Brandschutz (Bild 2)
  • Kombiabschottung für Kabel und Rohre – ausgeführt von TFT Brandschutz (Bild 3)
  • Weichschott aus beschichteten Mineralfaserplatten – ausgeführt von TFT Brandschutz (Bild 1)
  • Weichschott aus beschichteten Mineralfaserplatten – ausgeführt von TFT Brandschutz (Bild 2)
  • Weichschott aus beschichteten Mineralfaserplatten – ausgeführt von TFT Brandschutz (Bild 3)

Fragen zu Kabel- und Rohrabschottungen

Wann ist eine Abschottung vorgeschrieben?

Immer dann, wenn Leitungen durch Wände oder Decken geführt werden, an die das Baurecht eine Feuerwiderstandsfähigkeit stellt. Die Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR) regelt die Einzelheiten und lässt für einzelne Leitungen unter bestimmten Bedingungen Erleichterungen zu.

Kann eine Abschottung später nachbelegt werden?

Ja, wenn das System dafür zugelassen ist und die zulässige Belegung nicht überschritten wird. Weichschotts, Schaumschotts und Brandschutzsteine lassen sich gut öffnen und wieder verschließen. Wichtig ist, dass die Nachbelegung fachgerecht geschlossen und dokumentiert wird.

Darf man Öffnungen mit Bauschaum verschließen?

Nein. Herkömmlicher Montageschaum ist kein Brandschutzprodukt und besitzt keinen Verwendbarkeitsnachweis als Abschottung. Solche Verschlüsse bauen wir im Bestand häufig zurück und ersetzen sie durch zugelassene Systeme.

Welche Unterlagen erhalte ich nach der Montage?

Sie erhalten die Übereinstimmungserklärung des Errichters, die Kennzeichnung jedes Schotts vor Ort sowie eine Dokumentation mit Aufmaß, Lage und Vorher-/Nachher-Fotos.

Bereit für sichere Lösungen im Brandschutz?

Lassen Sie uns Ihr Projekt gemeinsam umsetzen – fachgerecht, zuverlässig und termintreu.